Posts by libertäre gruppe karlsruhe

Samstag, 19.4. Punkrockbar in der Viki

Auch an diesem Samstag, 19. April laden wir ab 21 Uhr in die Viktoriastr. 12 (Hinterhaus) zur Punkrockbar. Wir bieten Bier mit bestem Punkrock aus der Dose.

Polizeihund-Attacke gegen Refugee-Protest in Schwäbisch Gmünd

Wie ein Aktivist von The Voice Refugee Forum soeben telefonisch gegenüber RDL berichtete, wurden die protestierenden Flüchtlinge im Flüchtlingslager von Schwäbisch Gmünd soeben von Polizeihunden angegriffen, mehrere Personen seien schon von den Hunden gebissen worden. Es sollen sich ca. 50 Polizisten bei den Protestierenden aufhalten, auch mit Pfefferspray sollen die Geflüchteten angegriffen worden sein. Die Polizei war laut der Refugee Initiative Schwäbisch Gmünd gerufen worden, nachdem die Flüchtlinge Toiletten besetzt hatten. Abgeschlossene Toiletten sind Teil der schlechten Lebensbedingungen im Flüchtlingslager, gegen die sie protestierten - Bedrohungen durch den Hausmeister und Kameraüberwachung sind weitere Probleme (RDL berichtete). Die Initiative bittet um weitere Öffentlichkeit und erklärt in einer öffentlichen Stellungnahme: “Wir werden auf jeden Fall weiterhin Widerstand leisten, bis zur letzten Person, die im Lager ist, denn unsere Solidariät kennt keine Distanz und keine Spaltung.”

Quelle: RDL

Der Protest der Flüchtlinge in Schwäbisch Gmünd richtet sich momentan hauptsächlich gegen eine Überwachungskamera am Eingang des Flüchtlingslagers, welche diesen 24h am Tag überwacht.

Diese wurde von der Toilette aus zugehängt. Der Hausmeister hat mit Hilfe von Securities die Augen der Kamera freigemacht. Daraufhin besetzten Flüchtlinge, die im Lager untergbracht sind, die Toiletten, weshalb die Polizei verständigt wurde.

Die Proteste werden weitergehen. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, rufen die Flüchtlinge zu Solidaritätsaktionen auf und bitten um Unterstützung.

Weitere Infos: https://www.facebook.com/refugeesinitiative

12.04. nazifrei – NPD Kundgebungstour und Gegenproteste am 12. April in Mannheim, Ludwigshafen, Worms und Eisenberg

nazis_stoppen12042014Nachdem “Die Rechte” nach internen Querelen ihre Demonstration in Worms abgesagt hat, ist die NPD in die Lücke gesprungen und plant ihren Wahlkampfauftakt mit einer Kundgebungstour durch die Städte Mannheim, Ludwigshafen, Worms und Eisenberg. Insbesondere in Worms, aber auch in Mannheim und Ludwigshafen sind Gegenveranstaltungen in Planung.

Übersicht: NPD-Kundgebungstour und antifaschistische Gegenveranstaltungen

  • ca. 9 Uhr Eisenberg

  • ca. 11 Uhr Worms, Ort N.N., Veranstalter: Bündnis Schöner Leben – Nazis stoppen und andere. Die Nazis demonstrieren am Römischen Kaiser.

  • 14 Uhr Mannheim, Marktplatz-Rheinau, Veranstalter: Bündnis Mannheim gegen Rechts. Die Nazis demonstrieren direkt daneben im Käfig ab 14:50 Uhr.

  • 16 Uhr Heny-Roos-Passage / Bahnhof Ludwigshafen-Mitte, Veranstalter: Netzwerk gegen Rechte Gewalt und Rassismus Ludwigshafen – Vorderpfalz. Die Nazis demonstrieren ab 16:30 Uhr am Platanenhain.

Anderungen sind natürlich möglich.

Infostruktur

Zur Kommunikation der bislang recht unüberschaubaren Situation wird es eine Infostruktur geben, bestehend aus Infotelefon und Newsticker über Twitter. Twitter sollte dabei bevorzugt benutzt werden. Mit dem Hashtag #1204nazifrei haben alle die Möglichkeit, sich an der Diskussion zu beteiligen. Wenn ihr verifizierte Infos haben wollt, dann bekommt ihr diese über twitter.com/akantifa

Worms

In Worms sind verschiedene Akteure bereits seit Wochen dabei, die Proteste gegen die Nazidemo zu organisieren. Unter anderem soll es ein fragwürdiges Bürgerfest unter Schirmherrschaft des OB abseits des Geschehens am Domplatz geben, eine Menschenkette vom Bahnhof zur Synagoge, eine Refugee-Kundgebung am Ostausgang des Bahnhofs und eine Blockadekundgebung am Westausgang, organisiert vom Aktionsbündnis “Schöner Leben – Nazis stoppen“. Letzterem haben wir uns angeschlossen. Alle Veranstaltungen sollen auch nach der Absage der Partei “Die Rechte” stattfinden und stellen demnach Ausgangspunkte für die Proteste gegen die NPD-Kundgebung dar.

Keine Nazis in die Parlamente! NPD-Strukturen zerschlagen!

Links
Mannheim gegen Rechts
Schöner Leben – Nazis stoppen Worms

[改道] Gǎi Dào Nr. 40 – April 2014 erschienen

Cover der aktuellen Ausgabe

Die April-Ausgabe der [改道] Gǎi Dào, des Monatsmagazins der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen. Dieses Mal, unter anderem, mit einem Update aus Griechenland, einem Interview zu den Aufständen in Bosnien, der Fortsetzung der Reihe “Science-Fiction und Anarchie”, Diskussionsbeiträgen zu Theoriefeindlichkeit, (De-)Zentralismus, Totalitarismustheorie und vieles mehr.

Langsam aber sicher können wir uns trauen, den Winter endgültig zu verabschieden. Einige Kalt-Wetter-Purist*innen mögen das bedauern, der Großteil unserer kleinen Redaktion blickt jedoch erwartungsvoll auf Nachmittage im Park, Wochenenden an Seen und Wochen auf Reisen. Aber auch abseits unserer - ganz egoistischen und auch priviligierten - Freizeitpläne, bedeutet der nahende Frühling auch das offizielle Ende der leidigen “Kalt-Grau-Nass-AllesDoof” - Winterlöcher, die trotz all der Gesamtscheiße immer wieder aufs Neue auftreten. Kurzum: Wir freuen uns auf warme und hoffentlich ereignisreiche Monate. 

Die Frühlingsstimmung zeigt sich auch im Cover der neuen Ausgabe, insbesondere da der wunderschöne Schnappschuss stilecht beim ersten Genießen der warmen Temperaturen auf dem Tempelhofer Feld in Berlin aufgenommen wurde. An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an den Fotografen. Und um ein letztes Mal eine Frühlingsmetapher zu benutzen: Auch unsere Redaktion erhebt sich langsam aus dem latenten Winterschlaf, sprich den schwierigen letzten Monaten, als durch den Wegfall einiger, zuvor sehr aktiver, Menschen, nur das aller Notwendigste erledigt werden konnte. Zwar waren wir glücklicherweise nie in der Situation eine Ausgabe cancelln zu müssen, aber darüber hinaus ist vieles liegen geblieben und viele, schon lang gehegte Ideen mussten weiter vor sich hin stauben.Ein paar der alten Aktivposten sind glücklicherweise zurück gekehrt und neue dazu gekommen, sodass wir seit langem mal wieder, nicht nur das Erscheinen der neuen Ausgabe, sondern darüber hinaus auch ein paar kleine Neuerungen bzw. Neuigkeiten verbeiten können.

Zum einen erscheint die Gǎi Dào in diesem Monat erstmalig in einer neuen Version: als Audiobook. Kontinuierliche Leser*innen haben bereits gemerkt, dass wir schon länger versuchen, mit möglichst vielen, verschiedenen Versionen der Zeitschrift den unterschiedlichen Lesegewohnheiten und -vorlieben gerecht zu werden. Sei es durch die Versionen zum selbstausdrucken, dem komfortablen Online-Blättern via issuu.com, der Epub-Version für Smartphones und Tablets, oder natürlich der abonnierbaren Printausgabe. Wie alle genannten, so sehen wir auch das Audiobook als zusätzliche Option für Menschen, die lieber hören, als lesen. Und natürlich besonders für diejenigen, die aus verschiedenen Gründen gar nicht, oder nur schwer, lesen können. Zugegebenermaßen ist die (Computer-)Stimme von professioneller Hörbuchqualität noch weit entfernt, aber erfüllt für den Moment ihren Zweck. Wir werden diese Version erstmal testweise beibehalten, parallel daran arbeiten und schauen wie die Resonnanz darauf ist. Kurzum sind wir über jedes Feedback dankbar, natürlich auch über Tipps und Hinweise wie das technisch verbessert werden kann.

Desweiteren haben wir es endlich mal wieder geschafft, ein bisschen Werbematerial in Form von Aufklebern und Plakaten herzustellen. Beides wird in der nächsten Zeit großflächig verteilt. Falls ihr Lust habt bei euch im Dorf, in eurer Stadt, Schule, Arbeit, Zentrum oder wo auch immer ein wenig die Werbetrommel zu rühren, schreibt uns einfach eine Mail und wir lassen euch einen Stoß zukommen.

Ansonsten bleibt uns nur noch euch viel Spaß beim Lesen und einen erfolg- und ereignisreichen April zu wünschen.


Zur Einstimmung hier noch das Editorial der April-Ausgabe:

Hallo Menschen,

vorab ein kurzer Hinweis zur einer geplanten Änderung in der Gaidao. Wir sind uns in der Redaktion zwar auch nicht einig, würden es aber ab der kommenden Mai-Ausgabe mal ohne Terminseite probieren, um ein wenig Platz zu gewinnen. Was haltet ihr als Leser*innen von den Terminen? Nutzt ihr die Seite? Feedback zum Thema ist mehr als willkommen!

Nun zur aktuellen Ausgabe:
Unsere Übersetzer*innen hatten leider zu viel um die Ohren, so muss die Forsetzung der Zapatismus-Reihe diesen Monat ausfallen. Nächsten Monat geht’s aber weiter mit einer Erwiderung auf den Text der letzten Ausgabe. Die Sci-Fi-Reihe wird dagegen fortgesetzt mit einem Artikel zu Jules Verne.

Natürlich ist aktuell eine Menge los, und wir versuchen dem gerecht zu werden. Ralf Dreis berichtet zur aktuellen Entwicklung in Griechenland geben, wo weder Repression noch staatliche Willkürmaßnahmen nachgelassen haben. Und wir veröffentlichen einen Text zum Aufstand in Bosnien-Herzegowina sowie einen Hinweis zur Razzia bei Black Mosquito.

Weiterhin gibt es zwei kritische Artikel, die ins Eingemachte gehen, dabei geht es zum einen um eine aktuelle Kritik an der Roten Hilfe anlässlich ihrer Spendenkampagne zum Thema Ukraine und zum anderen um kritische Vorgänge im Café Libertad. In beiden Fällen haben wir die Betroffenen um weitere Stellungnahmen gebeten, so dass die Themen womöglich im nächsten Heft wieder aufgegriffen werden.

Last but not least gibt es neben einer geballten Ladung an Texten der Rubrik “Analyse & Diskussion” auch einige interessante anarchistische Veranstaltungen, auf die wir euch mit der Ausgabe hinweisen wollen: die Anarchistische Buchmesse in Prag, die Infotour von ABC Belarus, Anarchismus in der Schweiz sowie die CrimethInc-Tour im April.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Redaktion der Gaidao


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[改道] Gǎi Dào - Redaktionskollektiv

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Bei allgemeinen Fragen, Anregungen und Artikelzusendungen: redaktion-gaidao@riseup.net (PGP-Schlüssel)

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In der Schweiz übernimmt das A4-Druckkollektiv Druck & Vertrieb: info@a4druck.ch

26.03.2014 | Veranstaltung mit Hermann G. Abmayr: Die biologische Lösung – oder die deutsche Justiz und das Massaker von St. Anna

Im Sommer 1944 haben SS-Männer in dem italienischen Gebirgsdorf Sant’Anna di Stazzema mehrere hundert Frauen, Kinder und ältere Menschen ermordet. Bis heute stand keiner der mutmaßlichen Täter, von denen zwei aus dem Raum Karlsruhe stammen, vor einem Gericht. Zuletzt hat sich auch das Oberlandesgericht Karlsruhe mit einem Klageerzwingungsverfahren in der Sache Sant’Anna befasst.                                            

Der Stuttgarter Autor, Filmemacher und Journalist Hermann G. Abmayr hat mehrmals über den Fall berichtet und seine juristische Aufarbeitung vor wenigen Monaten in einem Buchkapitel nachgezeichnet. Er wird Auszüge aus dem Kapitel lesen. Vorab zeigt er ein kurzes Video, in dem Überlebende des Massakers zu Wort kommen.

Beginn: 19:30 Uhr | Jubez (kleiner Saal / Cafe) | Kronenstraße 1, 76133 Karlsruhe | Eintritt frei

Veranstalter: SJD – Die Falken, Rosa-Luxemburg-Club Karlsruhe, Libertäre Gruppe Karlsruhe, jubez Karlsruhe und die Fachstelle gegen rechts im StJA e.V., die AnStifter Stuttgart

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Karlsruher Wochen gegen Rassismus statt.

Naziaufmarsch in Karlsruhe 2013: Heilbronner Antifaschist verurteilt

Am 13.März 2014 wurde vor dem Karlsruher Amtsgericht ein Antifaschist aus Heilbronn zu einer Haftstrafe von 11 Monaten auf 3 Jahre Bewährung und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Mehr als 2000 Menschen hatten sich am 25.Mai 2013 an Aktionen gegen einen bundesweit beworbenen Aufmarsch von Nazis beteiligt. Ungefähr 200 Faschisten wollten unter dem Motto „Freiheit für alle politischen Gefangenen! Lasst unsere Kameraden frei“ für die Freilassung mehrerer in Haft sitzender Nazis auf die Straße gehen. Bei den inhaftierten Nazis handelte es sich unter anderem um die Holocaustleugner und Antisemiten Gottfried Küssel und Horst Mahler, Aktivisten des mittlerweile verbotenen „Aktionsbüros Mittelrhein“ und den ehemaligen Betreiber der rechten Internet-Plattform „Altermedia“.

Die Faschisten mussten allerdings aufgrund der antifaschistischen Blockaden die Stadt wieder verlassen, ohne demonstrieren zu können.

Antifaschistische Aktivistinnen und Aktivisten wurden im Verlauf des Tages mehrfach von vermummten Polizeikräften mit Pfefferspray und Schlagstöcken angegriffen. Durch den brutalen Polizeieinsatz wurden mehrere Nazigegnerinnen und Nazigegner verletzt, unter anderem erlitt eine Person eine offene Fraktur.

Dem Heilbronner Antifaschisten wurde vorgeworfen, einen Beamten einer sogenannten „Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit“ (BFE) durch einen Tritt in den Rücken verletzt und sich anschließend der Festnahme entzogen zu haben (Widerstand gegen mehrere Vollstreckungsbeamte).

Von dem Karlsruher Richter wurde er wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Widerstand in 3 tateinheitlichen Fällen verurteilt. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung gefordert und in ihrem Plädoyer die vermeintliche „Hinterlist“ des Angriffs hervorgehoben.

Mehrfach wurde im Prozess ein Video gezeigt, dass auf dem Internet-Portal „Youtube“ eingestellt und anhand dessen der Heilbronner Antifaschist später identifiziert worden war.

Es zeigt einen BFE- Trupp, der sich am 25.Mai 2013 durch Demonstrantinnen und Demonstranten in der Poststraße in Karlsruhe bewegt und versucht, mit einer Videokamera „Straftäter“ zu identifizieren und diese festzunehmen.

Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 43-jährigen Göppinger Polizisten, der als „Sicherungsmann“ einem filmenden BFEler folgt, und dem angeklagten Antifaschisten aus Heilbronn.

Der angegriffene Polizist gab im Prozess an, den Angeklagten zuvor mit einem Tritt und der Androhung „er fange gleich eine“ auf Distanz gebracht zu haben.

Nicht geklärt werden konnten im Verlauf des Prozesses die Schwere und die Entstehungsgeschichte der Verletzungen des Polizeibeamten, der am 25.Mai 2013 in einer mit Hartplastik und Metall verstärkten Schlag- und Stichschutzweste im Einsatz gewesen war.

Die verlesenen ärztlichen Befunde konnten die in der Anklageschrift vorgehaltenen schweren Verletzungen – darunter eine Nierenquetschung und einen Bandscheibenvorfall – nicht eindeutig belegen. Nach den Angaben des Göppinger BFE-Beamten war er aufgrund des Trittes in den Rücken 3 Monate dienstunfähig und leide bis heute unter den Folgen des Angriffes.

Ein weiterer im Prozess aussagender 26-jähriger Polizeibeamter aus Bruchsal berichtete nicht nur von der missglückten Festnahme des Heilbronner Antifaschisten. Er beschrieb außerdem die beim Einsatz getragene Vollschutzausrüstung. Schläge und Steinwürfe seien in der Schutzweste lediglich als „dumpfe Schläge“ wahrzunehmen, allerdings reiche die Weste nur bis zum Lendenwirbelsäulenbereich – genau bis zu der Stelle, an der der Tritt des Nazigegners seinen Kollegen getroffen habe.

Der Prozess verdeutlicht einmal mehr wie wichtig es ist, gewissenhaft mit Bild- und Videomaterial im Zusammenhang von Demonstrationen und anderen Aktionen umzugehen. Vermeintliche Videos von Polizeigewalt werden schnell gegen Betroffene verwendet und geben so der Polizei neben ihrer bereits umfassenden Überwachung noch mehr Repressionsmittel in die Hand.

Rote Hilfe Ortsgruppe Heilbronn, 18.03.2014

www.heilbronn.rote-hilfe.de

WDR “Hier und Heute”: Kalle will bleiben (Sendung…



WDR “Hier und Heute”: Kalle will bleiben (Sendung vom 21.02.2014)

Karl-Heinz Gerigk lebt seit 30 Jahren im Kölner Agnesviertel. Man nennt ihn hier “Kalle”. Jetzt soll er ausziehen. Sein neuer Vermieter hat auf Eigenbedarf geklagt und vor Gericht Recht bekommen.

Quelle: WDR Mediathek

Mehr Infos: zwangsraeumung-verhindern.de

19.3.2014 | Workshop und Veranstaltung mit Andrej Holm zu Gentrification

Gentrification, die Inwertsetzung bisher preiswerter Wohnviertel hat sich zu einem ständigen Begleiter städtischer Veränderungen entwickelt. Weltweit lösen die damit einhergehenden Verdrängungsprozesse Protestmobilisierungen aus, in denen es oft um mehr geht, als um das Recht auf eine Wohnung.

Im Vortrag werden aktuelle Tendenzen der Gentrification und die damit einhergehenden Konflikte in den Städten vorgestellt.

Auch Karlsruhe wandelt sich zunehmend, günstiger Wohnraum wird knapp, immer mehr öffentlicher Raum wird privatisiert, Menschen mit geringem Einkommen werden aus der Stadt gedrängt. Aus diesem Grund hat sich im letzten Jahr ein Recht-auf-Stadt Bündnis gegründet.

Recht-auf-Stadt-Bewegungen stehen für die Praxis der Aneignung und bieten eine Klammer zur Kooperation verschiedener stadtpolitischer Akteur*innen. Insbesondere in der Fähigkeit der neuen städtischen Bewegungen, aus den vielfältigen Fragmentierungen etwas Gemeinsames zu erschaffen, erlangen städtische Utopien und Perspektiven der Repolitisierung konkrete Gestalt. Die in den Protesten aufblitzenden Momente der Aneignung, der Selbstermächtigung und der Solidarität zeigen: Die Stadt von Morgen entsteht nicht auf Reißbrettern und in Lesesälen, sondern liegt auf der Straße.

Andrej Holm arbeitet als Stadtsoziologe an der Humboldt-Universität in Berlin und ist seit vielen Jahren in verschiedenen Stadtteil- und Mieterinitiativen aktiv. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wohnungspolitik, Gentrification und städtische soziale Bewegungen.

Regelmäßig informiert er auf seinem Gentrification Blog über die Folgen der Aufwertung und den damit einhergehenden Konflikten. Holm war in der Hausbesetzerbewegung, in autonomen Zusammenhängen und in verschiedenen Stadtteil- und Mieterinitiativen aktiv.

Er hat zuletzt die Bücher „Mietenwahnsinn - Warum Wohnen immer teurer wird und wer davon profitiert“ und „Reclaim Berlin - Soziale Kämpfe in der neoliberalen Stadt“ herausgegeben. Beide Bücher wird es auf der Veranstaltung geben.

Die Veranstaltung wird organisiert vom Recht auf Stadt Bündnis Karlsruhe in Kooperation mit der Libertären Gruppe Karlsruhe, alert|a Pforzheim, dem Anarchistischen Netzwerk Südwest* und dem Rosa-Luxemburg-Club Karlsruhe.

Bereits um 17 Uhr wird es einen Workshop mit Andrej Holm zu Recht-auf-Stadt Netzwerken geben, um 20 Uhr beginnt der Vortrag jeweils in der Planwirtschaft, Werderstr. 28 in der Karlsruher Südstadt am Werderplatz.

Weitere Veranstaltungen mit Andrej Holm finden an folgenden Terminen statt:

Samstag, 15.3. Punkrockbar in der Viki

Auch an diesem Samstag, 15. März laden wir ab 21 Uhr in die Viktoriastr. 12 (Hinterhaus) zur Punkrockbar. Wir bieten Bier, Cocktails und Snacks mit bestem Punkrock.

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Der Maidan und seine Widersprüche: Interview mit einem ukrainischen revolutionären Syndikalisten

Übersetzung aus dem Englischen von dieser Seite Seit Wochen schauen wir auf die ukrainischen Ereignisse und versuchen einzuordnen, was in Kiev und anderen Städten passiert. Wir haben Texte gelesen, Kommentare und Interviews und Diskussionen über den…

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