Posts by libertäre gruppe karlsruhe

Offenes Plenum und Umsonstflohmarkt

Am Mittwoch, den 24.9. findet das monatliche Offene Treffen der Libertären Gruppe um 19:30 in der Viktoriastraße 12 (Hinterhof) statt.

Bei diesem Treffen wird es auch eine Vorbesprechung zum Umsonstflohmarkt, der am Sonntag, den 28.9. von 15 bis 22 Uhr auf dem Friedrichsplatz stattfinden wird geben. Geplant ist neben der Weitergabe von Gegenständen Musik, Redebeiträge, Essen und eine Filmvorführung. Alle die sich gerne daran beteiligen möchten, ob zur Unterstützung, oder mit eigenen Ideen sind herzlich eingeladen am Mittwoch zu kommen.
Wer am Mittwoch keine Zeit hat und diese Veranstaltung trotzdem unterstützenswert findet, kann sich entweder am Sonntag ab 14 Uhr beim Kochen in der Viktoriastraße 12 beteiligen, einen Kuchen backen, oder sich per Mail (lka@riseup.net) zurückmelden.
Wir freuen uns über eine Rege Beteiligung.

Alle Welt ohne Geld?!

Werbung ohne Ende, vollgestopfte Einkaufsläden, ein Kampf um die besten Schnäppchen oder die Frage was man sich leisten kann. Wer kennt dies nicht. Diesem bis ins Detail durchkommerzialisierten Treiben wollen wir eine Alternative gegenüberstellen.

Mit der Idee des Umsonstflohmarktes soll es allen Menschen unabhängig von der Fülle ihres Geldbeutels ermöglicht werden Gegenstände zu nehmen die sie gerade gebrauchen können, oder einfach nur schön finden.

Gleichzeitig soll mit diesem Konzept eine kritische Auseinandersetzung über das allgemeine Konsumverhalten und die gegenwärtige Wirtschaftsweise angeregt werden. Mensch ist es gewohnt, nicht mehr benötigte oder gewollte Dinge, ob aus Eitelkeit, Bequemlichkeit oder Geschäftssinn, einfach weg zuwerfen und Neues zu kaufen. Durch dieses Konsumverhalten werden künstlich geschaffene Bedürfnisse bedient und dabei sowohl Menschen, Tiere, als auch materielle Ressourcen bis hin zu ihrer Vernichtung ausgebeutet.

Sozialisation, Erziehung und durch Wirtschaft und Staat organisierte Bildung, lassen viele Zustände als naturgegeben und Wünsche als natürlich erscheinen. Im kapitalistischen System spielt es allerdings keine Rolle ob Dinge, Idealvorstellungen oder Kultur den Bedürfnissen der Menschen entsprechen. Vorrangig werden Waren produziert, Festivals veranstaltet oder Lifestyles gehyped, die den größtmöglichen wirtschaftlichen Gewinn erzielen.

Alternative Umsonstflohmarkt!?

Ähnlich wie bei einem „normalen“ Flohmarkt sollen gebrauchte Gegenstände angeboten werden. Alle Menschen sind herzlich eingeladen selbst Dinge, die sie nicht mehr brauchen oder haben möchten anderen zur Verfügung zu stellen. Die angebotenen Gegenstände dürfen einfach mitgenommen werden. Dabei zählt lediglich das Bedürfnis jeder einzelnen Person. Es wird weder bezahlt noch getauscht. Es steht allen frei, ob sie Dinge mitbringen, oder mitnehmen wollen.

Wir wollen jedoch nicht nur ein Umschlagplatz für Gebrauchtwaren sein. Wir wollen Güter weitergeben, verschenken, weiter benutzen. Uns gegenseitig eine Freude bereiten und uns gegenseitig helfen. Es geht dabei nicht nur um materielle, sondern auch um soziale, kulturelle und geistige Güter. Deshalb werden wir uns an diesem Tag auch mit Musik, Redebeiträgen, Infomaterial, Essen und einem Filmbeitrag am Abend bewaffnen. Jede*r soll seinen Bedürfnissen nach an dieser Veranstaltung teilnehmen und sich beteiligen können.

Und eben dies ist unser Anliegen. Ein Konsum an den Bedürfnissen jedes Individuums und nicht der künstlich geschaffenen wegen. Und dabei die Schonung menschlicher und materieller Ressourcen im Blick.

Uns ist bewusst, dass ein Umsonstflohmarkt, in dieser Form, keine Alternative zum bestehenden ökonomischen System ist! Und in dieser Form findet sich nur bedingt unsere Kritik am Bestehenden wieder, doch wollen wir zum Nachdenken und Diskutieren anregen.

Für uns gilt:

ALLES FÜR ALLE – UND ZWAR UMSONST!

FÜR EINE BEDARFSORIENTIERTE GESELLSCHAFT OHNE DIE HERRSCHAFT VON MENSCHEN ÜBER MENSCHEN!

FÜR DIE ANARCHIE!

Unkommerzielle Alternativen für alle - her mit dem schönen Leben!

Anarchist_Innen aus eurer Nachbarschaft

 
 

Buchvorstellung: Zwangsräumungen verhindern mit Peter Nowak: Dienstag, 16.9., 20 Uhr, Wagenburg Karlsruhe

Am 16.9. wird Peter Nowak sein Buch “Zwangsräumungen verhindern” in der Wagenburg Karlsruhe, Haid-und-Neu-Str. 153, vorstellen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

image

Kampf gegen Zwangsräumungen

Seit Jahren werden in Deutschland tausende Menschen zwangsweise aus ihren Wohnungen geräumt, weil sie die Miete nicht zahlen können. Bisher gab es dagegen kaum Proteste. Doch seit einigen Monaten lassen sich Mieter_innen nicht mehr still vertreiben.

Der Journalist Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de/) hat in der Edition Assamblage das Buch „Zwangsräumung verhindern“(http://www.edition-assemblage.de/zwangsraumungen-verhindern/) herausgegeben, in dem Geschichte und Perspektiven dieser Bewegung im Mittelpunkt stehen. Auf der Veranstaltung soll es vorgestellt werden.

Häufig liegt der Grund für die Mietschulden in der Weigerung der Jobcenter die volle Miete zu übernehmen. Ein weiterer Grund ist die zunehmende Totalsanktionierung von Erwerbslosen. Dabei werden ihnen sämtliche Einkünfte gestrichen und die Betroffenen können dann auch die Miete nicht mehr zahlen. Auf der Veranstaltung soll daher auch diskutiert werden, ob und wie de Kampf gegen Zwangsräumungen mit dem Kampf gegen Niedriglohn und Hartz IV verbunden werden kann.

Die Veranstaltung findet in kooperation mit dem Anarchistischen Netzwerk Südwest* und der Wagenburg Karlsruhe statt.

www.a-netz.org

www.wabuka.wordpress.com

Die Revisionsverhandlung im Fall Oury Jalloh fand am 28. August…



Die Revisionsverhandlung im Fall Oury Jalloh fand am 28. August 2014 um 9 Uhr in Karlruhe statt. Der Bundesgerichtshof musste entscheiden, ob ein dritter Prozess stattfinden soll.

Oury Jalloh wurde am 07.01.2005 im Polizeirevier Dessau verbrannt!

Deutsche Staatsanwälte und Gerichte haben neun Jahre lang bewiesen, dass sie nicht gewillt sind, dieses rassistische Verbrechen aufzuklären. Kein Richter hat die völlig absurde Hypothese einer Selbstentzündung angezweifelt. Der Bundesgerichthof hat nun heute über ein zweites Revisionsverfahren gegen den damaligen Dienstgruppenleiter Andreas Schubert entschieden. Eine erneute nun nicht stattfindende Verhandlung über dessen Schuldfrage hätte keinesfalls darüber hinwegtäuschen gedurft, dass die Mörder von Oury Jalloh im Schutze derselben Justiz ungestraft herumlaufen können.

You can run but you can not hide!

Quelle: http://initiativeouryjalloh.wordpress.com

Oury Jalloh: BGH weist Revision ab und bestätigt somit Urteil des Magdeburger Landgerichts

Am 7. Janaur 2005 ist der damals 21-jährige Asylbewerber Oury Jalloh an Armen und Beinen gefesselt auf einer feuerfesten Matratze in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt. Heute nun hat der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil des Landgerichts Magdeburg gegen den damaligen Dienstgruppenleiter der Polizei bestätigt. Dieser war wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe in Höhe von 10800 Euro verurteilt worden, da er seinen “Überwachungspflichten” nicht nachgekommen war, unter anderem hatte er den Feueralarm zwei mal ausgeschalten.

Obwohl der Polizist den Gewahrsam von einem Richter hätte überprüfen lassen müssen, gestand das Gericht dem Angeklagten einen „unvermeidbaren Verbotsirrtum“ zu: Der Polizist hat die Bestimmung nicht gekannt, weil dies bei der Dessauer Polizei keine gängige Praxis gewesen sei. Somit ist das angebliche Unwissen und Fehlverhalten der Dessauer Polizei nicht Grund für eine Verurteilung des Dienstgruppenleiters, sondern wird vielmehr als Entschuldigung für das falsche Vorgehen der Polizei von den Bundesrichtern ausgelegt.

Auch wenn ein Polizeibeamter laut Bundesrichter Schmid natürlich von Berufs wegen die Gesetze zu kennen hat, die er tagtäglich anwendet, “denn sie sind sein elementares Handwerkszeug”, wie er in der zweistündigen Verhandlung, die bereits am 28.8. stattgefunden hat, sagte. Umso erstaunlicher ist es, dass das Gericht zu dem Schluss kommt, dass nicht angenommen werden könne, “dass ein herbeigerufener Richter die Freilassung des Betrunkenen angeordnet hätte”. Aus diesem Grund wies der BGH die Revisionen gegen das Urteil zurück.

Nach Auffassung der Rechtsanwältin Gabriele Heinecke hätte ein hinzugezogener Richter die sofortige Freilassung Jallohs anordnen müssen, da die Polizei die Identität Jallohs bereits festgestellt hatte.

Auch die Beweisführung des Landgerichts, wonach Jalloh in betrunkenem Zustand das Feuer in seiner Zelle selbst gelegt haben soll, bestätigte der BGH.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh widerspricht dieser Theorie und hatte ein eigenes Brandgutachten in Auftrag gegeben. Der Gutachter kam im November letzten Jahres jedoch zu dem Schluss, dass das Feuer von einer anderen Person als Oury gelegt werden musste und zudem Brandbeschleuniger benutzt wurde. Daraufhin hat die hat die Staatsanwaltschaft Dessau im Frühjahr diesen Jahres die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Die Aufarbeitung von Jallohs Tod wurde immer wieder durch die Polizei und Gerichte behindert. So sind u.a. zahlreiche Beweisstücke verschwunden oder nicht berücksichtigt worden. Polizisten haben falsche Aussagen gemacht und gelogen, um ihre Kolleg*innen - wie so oft - zu schützen.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh wird mit Sicherheit auch nach neun Jahren weiterhin dafür kämpfen, dass der Mord an Oury Jalloh als solcher anerkannt wird.

Beim mdr gibt es einen Bericht mit Video zum heutigen Prozess.

Gǎi Dào Nr. 45 – September 2014 erschienen

Die neue Ausgabe der Gaidao ist raus. Es gibt wieder verschiedenste Beiträge aus aller Welt: Kuba (mit den ersten Libertären Tagen unter einer Castro-Regierung!), Japan, Griechenland und Kurdistan. Was in dieser Ausgabe auch nicht zu kurz kommt, ist die Diskussion früherer Beiträge oder Erwiderungen auf solche. So wird sowohl die Diskussion um den „Christlichen Anarchismus“ fortgesetzt als auch die Diskussion um Bäume und andere Naturbetrachtungen (im breiteren Kontext der Waldbesetzung im Hambacher Forst). Wie es scheint, werden manche andere Diskussionen auch in der kommenden Ausgabe forgesetzt.

Neben dem Fokus auf Griechenland wird in der Rubrik „Analyse & Diskussion“ zunächst einmal die Leipziger Gruppe „Reclaim Utopia“ eine Kritik des Politischen und insbesondere seiner Wirkungsmacht im kapitalistischen Kontext formuliert. Anschließend folgt eine Kritik der Gruppen gegen Kapital und Nation an der wahrgenommenen „Psychologisierung des Nationalismus“, genauer gesagt, an der Trennung zwischen Patriotismus und Nationalismus.

Download

[改道] Gǎi Dào - Redaktionskollektiv:

Homepage: fda-ifa.org/gaidao

Bei allgemeinen Fragen, Anregungen und Artikelzusendungen: redaktion-gaidao@riseup.net (PGP-Schlüssel)

Interesse am oder Fragen zum Abo: abo-gaidao@riseup.net (PGP-Schlüssel)

  • application/pdf icon
    Gai Dao 45 - September 2014 - Screen (PDF)
  • application/pdf icon
    Gai Dao 45 - September 2014 - Print (PDF)
  • application/octet-stream icon
    Gai Dao 45 - September 2014 (EPUB)

Am morgigen Donnerstag Urteilsverkündung im Fall Oury Jalloh am BGH Karlsruhe – Unterstützung erwünscht!

Nachfolgend dokumentieren wir einen Aufruf von The Voice und rufen dazu auf, der Urteilsverkündung beizuwohnen und die Angehörigen, Freund*innen und Unterstützer*innen zu supporten!

Der 4. Strafsenat am Bundesgerichtshof (BGH) wird seine Entscheidung zur Rechtskraft des Magdeburger Urteils im Fall Oury Jalloh gegen den Dienstgruppenleiter Andreas Schubert am 4.9.2014 ab 12 Uhr verkünden.

Zuletzt hatten Verteidigung, Nebenklage und Bundesanwalt Johann Schmid am 28.8.2014 ihre entsprechenden Anträge an den Strafsenat gestellt.


Abweichend vom Antrag der Staatsanwaltschaft Dessau mit Beitritt des Generalstaatsanwaltes Sachsen-Anhalts, beantragte Bundesanwalt Schmid allerdings sämtliche Revisionsanträge zurückzuweisen.
Er argumentierte, dass das Magdeburger Urteil keinerlei Rechtsfehler erkennen ließe und der nahegelegte Gesetzesbruch der Polizei in Dessau (Umgehung des Richtervorbehaltes zum fortgeführten Gewahrsam auch nach Feststellung der Identität) deswegen keine Rolle spiele, weil ein hinzugezogener Richter höchstwahrscheinlich den Gewahrsam bestätigt hätte.
Damit stellte er sich nicht nur unerwartet, sondern auch mit absurder Argumentation gegen die Feststellung von Gesetzesbrüchen durch die Polizei in Dessau in den Revisionsanträgen der Nebenklage und Staatsanwaltschaft. Der Angeklagte müsste demnach wegen Freiheits-beraubung mit Todesfolge verurteilt und das Verfahren somit erneut vor einer weiteren Schwurgerichtskammer in Sachsen-Anhalt verhandelt werden.

Die Magdeburger Schwurgerichtskammer unter Vorsitz von Richterin Claudia Methling hatte Schubert nur wegen fahrlässiger Tötung verurteilt und den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Gewahrsamnahme durch Umgehung des gesetzlich festgeschriebenen Richtervorbehaltes verworfen.
Zur Begründung führten die Magdeburger Richter an, dass der Richter-vorbehalt im Dessauer Revier grundsätzlich nie beachtet worden ist, sodass dieser dem Angeklagten gar nicht bekannt gewesen sei (unver-meidlicher Verbotsirrtum).
Bundesanwalt Schmid geht mit seiner aberwitzigen Argumentation nun noch einen Schritt weiter - es komme auf den begangenen Gesetzes- bruch gar nicht mehr an, weil hinzugezogene Richter den Gesetzesbruch sicherlich nachträglich legitimiert hätten…

Der 4. Strafsenat des BGH sah daraufhin noch erheblichen Beratungs-bedarf und vertagte seine Entscheidung auf den 4. September 2014.

Die Argumentation dieses Vertreters der höchsten Verfolgungsbehörde der Bundesrepublik zielt letztlich auf Straflosigkeit für polizeiliche Gesetzesbrüche ab und steht damit der Verfassungsordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik (Art. 1 Abs. 3, Art. 2 Abs. 2, Art. 3 Abs. 1+3, Art. 19 Abs. 2 und Art. 20 Abs. 3) geradezu diametral
entgegen. Eine derart verfassungswidrige Argumentation kann nur dem gesetzlich gar nicht vorgesehenen Prinzip der sog. Staatsräson dienen - es soll schlichtweg ein Präzedenzfall verhindert werden, in dem die Zuwiderhandlung gegen bestehende Gesetze durch freiheitsent-ziehende Maßnahmen der Polizei unter angemessene Strafe gestellt werden.

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh und The Voice Refugee Forum Germany (Jena) organisieren erneut eine gemeinsame Anreise zum BGH-Termin in Karlsruhe […]

Es ist uns eine Freude mitteilen zu können, dass nach der zuletzt stattgefundenen Visumverweigerung für den Bruder Ourys und Nebenkläger im Verfahren, Mamadou Saliou Diallo, durch die deutsche Botschaft Conakry zum ersten BGH-Termin, nun wenigstens seine Teilnahme an diesem zweiten Verkündigungstermin möglich sein wird.

Weitere Informationen unter:
fb: https://www.facebook.com/pages/Das-war-Mord/223847517774985?ref=hl
Homepage: http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Oury Jalloh - Das war Mord!

Interview mit der Rapperin Sookee (Teil 2) Am 21. Juni 2014 bot…



Interview mit der Rapperin Sookee (Teil 2)

Am 21. Juni 2014 bot sich der Radio-A-Redaktion die Gelegenheit, Sookee im
Rahmen des Abschiedsfestes der Halle 14 in Karlsruhe zu interviewen.
Das Interview lief schon am 10.08. bei Radio (A) auf dem Querfunk.


Radio (A): 2. So./Monat, 18.00 - 20.00 Uhr, Querfunk 104,8 MHz o. www.querfunk.de. (Wh: 2.Mo./M.: 14.00 - 16.00 Uhr)

Interview mit der Rapperin Sookee (Teil 1) Am 21. Juni 2014 bot…



Interview mit der Rapperin Sookee (Teil 1)

Am 21. Juni 2014 bot sich der Radio-A-Redaktion die Gelegenheit, Sookee im
Rahmen des Abschiedsfestes der Halle 14 in Karlsruhe zu interviewen.
Das Interview lief schon am 10.08. bei Radio (A) auf dem Querfunk.


Radio (A): 2. So./Monat, 18.00 - 20.00 Uhr, Querfunk 104,8 MHz o. www.querfunk.de. (Wh: 2.Mo./M.: 14.00 - 16.00 Uhr)

Revisionsverhandlung im Fall Oury Jalloh, am 28.8.14 9Uhr am Bundesgerichtshof Karlsruhe – Aufruf zur kritischen und solidarischen Prozessbegleitung

https://initiativeouryjalloh.files.wordpress.com/2014/08/bgh_abfahrtszeit.jpg

Die Revisionsverhandlung im Fall Oury Jalloh findet am 28. August 2014, 9 Uhr vor dem Bundesgerichtshof in Karlruhe statt. Dieser muss entscheiden, ob ein dritter Prozess stattfinden soll.

Oury Jalloh ist im Jahr 2005 gefesselt in einer Zelle der Desauer Polizei verbrannt. Bis heute sind die Todesumstände nicht eindeutig geklärt. Nun prüft der BGH, ob ein Urteil vom Landgericht Magdeburg gegen einen Polizisten wegen fahrlässiger Tötung Bestand hat.

Schon zum zweiten mal verhandeln die Richter*innen am Bundesgerichtshof in Karlsruhe über den Fall Oury Jalloh. Das Landgericht Magdeburg verurteilte im Jahr 2012, einen Polizisten zu 10 800 Euro Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung.

Die Verteidiger*innen des Polizisten streben einen Freispruch, wie er bereits vom Landgericht Dessau in erster Instanz im Jahre 2008 entschieden wurde, an.

Doch auch die Staatsanwaltschaft und Nebenkläger*innen haben Revision gegen das Urteil aus Magdeburg eingelegt.

Staatsanwaltschaft und Nebenkläger*innen stützen ihre Revision auf die Missachtung des Richtervorbehalts. Sie wollen wissen, ob die Ereignisse von 2005 als Freiheitsberaubung mit Todesfolge gesehen werden kann. Dies hätte Auswirkungen auf ein Urteil in einem neuen Prozess. So könnte dem Polizisten eine Haftstrafe und das Ausscheiden aus dem Dienst drohen.

Die Initiative Oury Jalloh geht von Mord aus. Sie stützt sich dabei auf ein Gutachten, das in den bisherigen Prozessen nicht berücksicht wurde.

Weitere Infos: initiativeouryjalloh.wordpress.com

Kommt zur kritischen und solidarischen Prozessbegleitung!

Donnerstag, 28.8.14, 9 Uhr, Bundesgerichtshof Karlsruhe

Mitteilung des BGH:

Hauptverhandlungstermin: 28. August 2014

4 StR 473/13

LG Magdeburg – Urteil vom 13. Dezember 2012 – 21 Ks 141 Js 13260/10 (8/10)

(„Fall Ouri Jallow“)

Der 4. Strafsenat ist erneut mit dem Strafverfahren wegen des Todes des aus Sierra-Leone stammenden Ouri Jallow auf einem Dessauer Polizeirevier am 7. Januar 2005 befasst.

Ouri Jallow verstarb in einer Gewahrsamszelle des Polizeireviers an den Folgen eines durch den Brand der Matratze, auf der er fixiert worden war, ausgelösten Inhalationshitzeschocks.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten, der als Dienstgruppenleiter die Verantwortung für den Gewahrsamsbereich des Reviers gehabt habe, u.a. zur Last, er habe es unterlassen, sofort nach dem Ertönen eines Alarmsignals des Rauchmelders Rettungsmaßnahmen einzuleiten.

Das Landgericht Dessau-Roßlau hatte den Angeklagten mit Urteil vom 8. Dezember 2008 aus tatsächlichen Gründen vom Vorwurf der Körperverletzung mit Todesfolge freigesprochen. Dieses Urteil hatte der 4. Strafsenat des BGH mit Urteil vom 7. Januar 2010 (4 StR 413/09) aufgehoben, weil die Beweiswürdigung Lücken aufwies und auch die Annahme des Landgerichts, der Angeklagte habe sich pflichtgemäß verhalten, obwohl er den Alarm (in der Annahme eines Fehlalarms) zunächst wegdrückte, aus Rechtsgründen zu beanstanden war. Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hatte die Sache deshalb an das Landgericht Magdeburg zurückverwiesen.

Dieses hat den Angeklagten mit Urteil vom 13. Dezember 2012 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 90 Euro verurteilt. Er habe den Tod des Ouri Jallow fahrlässig dadurch verursacht, dass er trotz Wissens um die Selbstverletzungsversuche des Ouri Jallow einen Gewahrsam ohne ständige optische Überwachung zugelassen habe.

Dieses Urteil haben sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger jeweils mit dem Rechtsmittel der Revision angefochten.

Quelle: www.bundesgerichtshof.de/DE/Presse/Terminhinweise/terminhinweise_node.html

Offenes Plenum der Libertären Gruppe, Mittwoch 27.8. 19:30 Viktoriastr.12

Bild in Originalgröße anzeigen

Einladung zum Offenen Plenum der Libertären Gruppe Karlsruhe.

Am Mittwoch, den 27.8. findet um 19:30 Uhr das monatliche Offene Plenum der Libertären Gruppe Karlsruhe in der Viktoriastr. 12 statt. Bei diesem Plenum wird die Arbeit der letzten Zeit reflektiert und über das, was weiter geplant ist diskutiert. Interessierte Menschen haben somit die Möglichkeit über die inhaltliche Arbeit der Libertären Gruppe informiert zu werden und sich selbst, gerne auch mit eigenen und neuen Ideen einzubringen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen am Mittwoch, den 27.8. um 19:30 in die Viktoriastr. 12 zu kommen.